Zu Alexander Dobrindts Gesetzesankündigung gegen Vergesellschaftung erklärt Caren Lay, Sprecherin für Mieten- und Wohnungspolitik:
"Die Merz-Regierung unternimmt einen verzweifelten, juristisch äußerst fragwürdigen Versuch, die Vergesellschaftung von Wohnraum zu verhindern. Sie handelt damit nicht nur wohnungspolitisch verantwortungslos, sie verkennt auch, dass sich das verfassungsrechtlich verbriefte Recht auf Vergesellschaftung nicht einfach aushebeln lässt. Die künftige Berliner Regierung wird sich davon nicht aufhalten lassen. Wohnungen sind Teil der Daseinsvorsorge und gehören nicht in die Hände börsennotierter Aktiengesellschaften. Die Bundesregierung zeigt mit ihrem Vorhaben allerdings deutlich, wo sie steht: Sie lässt Mieter:innen vollkommen im Stich, stattdessen sichert sie die Profite der Wohnungskonzerne und ihrer Eigentümer ab. Justizministerin Hubig, die selbst weiß, wie zweifelhaft das Vorhaben ist, muss sich nicht nur als Juristin, sondern auch als Sozialdemokratin fragen lassen, warum sie diese Symbolhandlung Dobrindts unterstützt."
