Fabian Fahl, klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur aktuellen Hitzewelle:
"Zu heiß für Fußball, zu heiß zum Feiern, zu heiß zum Arbeiten. Aktuell spüren wir, was Hitze mit uns macht. An vielen Orten wurden Sportveranstaltungen, Konferenzen und Feiern aufgrund der hohen Temperaturen abgesagt. Der wirtschaftliche Schaden allein diese Woche liegt im mehrstelligen Millionenbereich. Während Deutschland am Temperaturrekord kratzt, tut die Regierung weiter so, als ob man der Wirtschaft Priorität gegenüber dem Klimaschutz geben könne. Das ist kurzsichtiger Quatsch. Der Klimawandel macht auch vor der Wirtschaft keinen Halt. Dass diese Effekte in Zukunft katastrophal werden, sagen Wirtschaftswissenschaftler schon lange. Die Finanzkrise von 2008 sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie waren dagegen nichts. Zu heiß wird unsere Zukunft, wenn nicht zügig entschlossen gehandelt wird. Die Bundesregierung muss endlich anfangen, verfassungskonformen Klimaschutz zu betreiben."
Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin, zur Forderung des Verbandes Bildung und Erziehung nach mehr Hitzeschutz an Schulen:
"Die meisten Schulgebäude sind für diese hohen Temperaturen schlicht nicht ausgelegt, weil jahrzehntelang nicht investiert wurde und der Klimawandel keine Pause macht. Ob ein Kind bei extremer Hitze unter zumutbaren Bedingungen lernen kann, hängt heute vom Bundesland und der Kassenlage der Kommune ab – ein föderaler Flickenteppich, der auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Die Linke im Bundestag und ich fordern verbindliche bundeseinheitliche Hitzefrei-Regelungen für alle Schulen und alle Jahrgangsstufen sowie die dringend notwendigen Investitionen in die Sanierung der Schulgebäude. Kinder sind auf unseren Schutz angewiesen, und der darf nicht davon abhängen, wie voll die Kasse der Kommune ist."
