Mandy Eißing, Sprecherin für Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, anlässlich der Tarifverhandlungen für die Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt:
"Fast alle kennen das prickelnde Gefühl eines Schlucks Rotkäppchen-Sekt. Kaum jemand weiß jedoch, dass die Beschäftigten hinter diesem Produkt – etwa im sachsen-anhaltischen Freyburg – bis zu 1.290 Euro weniger verdienen als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Das ist kein Zufall, sondern ein handfester Fall von Lohndiskriminierung, der sich durch weitere Unternehmen zieht, darunter die produzierenden Betriebe von Lidl und Kaufland. 36 Jahre nach der Wende werden Beschäftigte im Osten noch immer systematisch schlechter bezahlt. Während Dieter Schwarz, Eigentümer von Lidl und Kaufland, ein Vermögen von fast 50 Milliarden Euro angehäuft hat, verweigern seine Unternehmen denjenigen, die diesen Reichtum täglich erarbeiten, vielfach einen armutsfesten Lohn. Das ist nicht nur beschämend, es ist schlicht unanständig und Ausdruck einer tiefen sozialen Schieflage in diesem Land."
