Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Reduzierung der Kinderkrankentage durch Bundesgesundheitsminister Linnemann ab dem 1.1.2027: „Ex-Gesundheitsministerin Warken hat die Messlatte schon auf den Boden gelegt, Minister Linnemann gräbt sich munter darunter durch. Anstatt wenigstens die schon nicht ausreichende Regelung über 15 Kinderkrankentage pro Jahr und Elternteil zu verlängern, lässt er sie auslaufen und schafft es damit, Familien den nächsten Schlag zu versetzen. Auch 15 Tage pro Jahr sind eine Farce, denn Kinderkrankheiten richten sich überraschenderweise nicht nach bürokratischen Vorgaben, die Reduzierung auf 10 Tage pro Elternteil zeigt aber vor allem deutlich: Auch Minister Linnemann interessiert sich nicht für die Probleme und Herausforderungen von Familien. Dass das Kinderkrankengeld das Nettoeinkommen nicht vollständig ersetzt, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Minister Linnemann hätte die Chance, hier endlich mal etwas für Familien zu erreichen, stattdessen lässt er sie wieder einmal im Regen stehen. Kranke Kinder brauchen die volle Aufmerksamkeit ihrer Eltern, ohne dass die sich Sorgen machen müssen, wie sie das dem Arbeitgeber vermitteln oder, noch schlimmer, sich gezwungen sehen, die Kinder krank in die KiTa oder in die Schule zu schicken.“
