Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Umfrage von Save the Children zu Kinderarmut in Deutschland:
"Die Belastungen für Familien werden tagtäglich größer. Immer mehr Menschen wissen nicht mehr weiter und haben auch kein Vertrauen, dass sich mit dieser Regierung absehbar etwas für sie verbessert. Das scheint die Bundesregierung aber nicht zu stören. Sie kürzt beim Unterhaltsvorschuss, beim Wohngeld, beim Elterngeld - der Kindersofortzuschlag wird sogar komplett gestrichen. Genau diese Maßnahmen entscheiden im Zweifel aber darüber, ob sich eine Familie am Ende des Monats noch warme Mahlzeiten leisten kann oder ob der Vereinsbeitrag für das Kind noch im Budget ist. Statt sich darum zu kümmern, das Leben für alle bezahlbar zu machen, beschwert sich der Kanzler über die schlechte Stimmung in der Bevölkerung, als hätten seine Entscheidungen nichts damit zu tun. Es kann nicht sein, dass Kinder ein Armutsrisiko darstellen. Es braucht endlich eine Regierung, die Kinderarmut entschieden bekämpft. Die sinnvollste Maßnahme dafür wäre eine echte Kindergrundsicherung, damit Kinder und Jugendliche das bekommen, was sie zum Leben brauchen."
