"Es ist ein gesellschaftliches Armutszeugnis und die direkte Folge einer verfehlten Wohnungs- und Rentenpolitik, dass die Wohnungsnot im Alter steigt. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht vor die Tür gesetzt werden. Wohnen ist ein Menschenrecht - auch für Senior:innen", erklärt Sahra Mirow, Sprecherin für soziales Wohnen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum aktuellen Statistikbericht der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W), wonach ältere Menschen zunehmend auf Hilfen in Wohnungsnotfällen angewiesen sind. Mirow weiter:
"Dass die Koalition vor diesem Hintergrund nun auch noch den Rotstift beim Wohngeld ansetzt und drastische Kürzungen plant, ist ein sozialpolitisches Totalversagen. Für Hunderttausende Senior:innen ist das Wohngeld die letzte Rettung gegen die Zwangsräumung. Diese wichtige Unterstützung zusammenzustreichen bedeutet, ältere Menschen in den Ruin und die Obdachlosigkeit zu drängen. Um diese Entwicklung zu stoppen, braucht es endlich einen bundesweiten Mietendeckel. Das würde die Mietkosten für alle Haushalte senken und dadurch auch die Kosten für das Wohngeld."
