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VW Vorstand plant Kahlschlag auf dem Rücken der Beschäftigten

Pressemitteilung von Agnes Maria Conrad,

„Wenn sich diese Berichte bestätigen, plant der VW Vorstand einen beispiellosen industriellen Kahlschlag. Zwickau und Emden sollen 2031 ihre Fahrzeugproduktion verlieren, Hannover 2032 und Neckarsulm 2034. Ganze Standorte und Tausende Arbeitsplätze werden zur Disposition gestellt, während diejenigen, die die strategischen Fehler der vergangenen Jahre zu verantworten haben, weiter in den Vorstandsetagen sitzen“, erklärt Agnes Conrad, Sprecherin für Automobilindustrie und Handwerk der Fraktion Die Linke im Bundestag, angesichts von Medienberichten über geplante Produktionsstopps an mehreren deutschen VW Standorten. Conrad weiter:

„Besonders Zwickau und Emden stehen für die Transformation zur Elektromobilität. Milliarden wurden investiert, die Beschäftigten haben Umbau, Kostendruck und Stellenabbau mitgetragen und somit geliefert, das Management hingegen hat versagt. Die Krise bei Volkswagen ist nicht am Band entstanden. Sie ist das Ergebnis falscher Modellpolitik, verschlafener Entwicklungen und strategischer Fehlentscheidungen an der Konzernspitze. Es ist unerträglich, dass ausgerechnet die Beschäftigten jetzt für dieses Versagen bezahlen sollen.

Die Bundesregierung muss diesem Kahlschlag entgegentreten. Es reicht nicht, Gipfel abzuhalten, Sonntagsreden über den Industriestandort zu halten und anschließend zuzusehen, wie industrielle Substanz vernichtet wird. Wer öffentliche Milliarden kassiert, kann nicht gleichzeitig Werke abwickeln und Arbeitsplätze streichen. Ohne verbindliche Garantien für Beschäftigung, Standorte und Wertschöpfung darf es keinen weiteren Euro staatlicher Unterstützung geben. Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm brauchen keine Abwicklung auf Raten. Sie brauchen Produkte, Investitionen und eine Zukunft. Der VW Vorstand muss seine Pläne zurücknehmen. Und die Bundesregierung muss endlich klarmachen, auf wessen Seite sie steht: auf der Seite der Beschäftigten oder auf der Seite eines Managements, das seine eigenen Fehler auf die Belegschaften abwälzt.“