Die nun öffentlich gewordenen Pläne des Volkswagen-Vorstandes, ab 2031 möglicherweise massiv Stellen abzubauen und Werke, insbesondere das Werk in Zwickau, zu schließen, kritisiert Bodo Ramelow, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Ostdeutschland der Fraktion Die Linke im Bundestag, als Angriff auf Ostdeutschland. Die gestrige Aufsichtsratssitzung hatte zwar mit den Stimmen von Gewerkschaft und dem Konzern-Miteigentümer Niedersachsen die Pläne abgelehnt. Doch Sicherheit kehrt bisher nicht ein, kritisiert Ramelow.
"Es ist gut, dass die Sparpläne dank der Landesbeteiligung Niedersachsens am Konzern und der Mitbestimmung durch die IG Metall erst einmal gestoppt wurden - doch vom Tisch sind sie nicht. Entlassungen und Schließungen sind weiter möglich. Dass die VW-Führung die Rendite erhöhen und notwendige Investitionen reduzieren will, ist verantwortungslos gegenüber den Beschäftigten und den betroffenen Regionen. Der Standort Zwickau und die Auswirkungen auf Ostdeutschland und für Zulieferer in der Region müssen noch einmal gesondert betrachtet werden. Statt auf Stellenabbau und Standortschließung muss der Blick in die Zukunft gerichtet werden: Das Leitthema heißt Elektromobilität und regenerative Energie. Grade Zwickau und die Zulieferer in der Region wären durch ihre Kompetenzen und Erfahrungen für einen Weg in die Zukunft prädestiniert. Mobilitäts- und Energiewende müssen zusammen gedacht werden. Strom regenerativ selbst erzeugen und die Fahrzeuge als Speicher nutzen, das ist eine intelligente Lösung. VW braucht einen Zukunftspfad und keinen Weg zurück in die Vergangenheit. Das VW-Management ist in der Pflicht, die Jobs der Beschäftigten, die Region und den notwendigen Umbau des Konzerns in den Fokus zu rücken, statt auf dem Rücken der Menschen Profit zu maximieren. Ostdeutschland muss Zukunftsregion werden!"
