"Es ist beschämend, dass die Vermögen der Reichen weltweit so stark wie in noch keinem Jahr zuvor angestiegen sind, während die große Mehrheit unter steigenden Energiekosten, Mieten und Lebensmittelpreisen ächzt. Die Zahl der Millionäre in Deutschland ist dabei nicht nur um 11 Prozent auf rund 1,8 Millionen Menschen gestiegen – ihr Vermögen ist zudem in einem Jahr um fast 13 Prozent angewachsen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander – Krisenzeiten für die Mehrheit bedeuten Riesen-Profite für die Überreichen. Gleichzeitig sinkt die Sparquote der Menschen, was für Krisenzeiten ungewöhnlich ist. Der Großteil der Menschen kann aufgrund der steigenden Preise nicht weiter sparen und braucht dringend Entlastungen", erklärt Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum World Wealth Report. Reichinnek weiter:
"Während fast 14 Millionen Menschen in Armut leben, besitzen die Millionäre in Deutschland ein Gesamtvermögen von unvorstellbaren 6,1 Billionen Euro – das entspricht dem Zwölffachen des gesamten diesjährigen Bundeshaushalts. Diese Zahlen sind ein deutlicher Beleg dafür, dass Marcel Fratzscher vom DIW mit seiner Forderung nach der Wiedereinführung einer Vermögensteuer absolut Recht hat, auch wenn diese aus unserer Sicht noch deutlich weiter gehen müsste – denn Überreiche müssen endlich angemessen an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt werden. Klar ist: Die Regierung treibt mit ihrer Tatenlosigkeit die Gesellschaft immer weiter auseinander. Es wird Zeit, dass sie sich ihrer Aufgabe bewusst wird und nicht nur Politik für ihre reichen Freunde, sondern für die große Mehrheit im Land macht."
