Wieder eine illegale Mieterhöhung von Vonovia? Es reicht! Wir bringen die vielen Berichte über die Abzocke bei Europas größtem Immobilienkonzern direkt in den Bundestag und fordern ein Ende der Spekulation mit Wohnraum.
Ein Brief im Briefkasten und das Herz rutscht in die Hose: Schon wieder Post von Vonovia. Jedes Mal bringt er eine neue Sorge mit sich. Ob unerklärliche Mieterhöhungen, undurchsichtige Nebenkostenabrechnungen oder monatelanges Warten auf längst überfällige Reparaturen: Das Gefühl, im eigenen Zuhause machtlos einem Großkonzern gegenüber zu stehen, teilen Mieter*innen im ganzen Land.
Diesen Konflikt sollte niemand allein austragen müssen. Wenn Profit über dem Wohl der Menschen steht, dürfen wir das nicht tatenlos hinnehmen. Deshalb haben wir in bundesweiten Anhörungen Mieter*innen von Vonovia zu ihren Erfahrungen befragt. Immer wieder zeigen sich dieselben Probleme: Schimmel an den Wänden, kalte Heizungen, kaputte Fahrstühle, fehlerhafte Abrechnungen und illegale Erhöhungen. Es sind keine Einzelfälle, keine bloßen Verwaltungsfehler, sondern die Folgen eines Systems, das Wohnraum als Renditeobjekt behandelt.
Diese Geschichten dürfen nicht ungehört bleiben. Deshalb bringen wir sie genau dorthin, wo die Gesetze gemacht werden, die dieses System ermöglichen: in den Deutschen Bundestag. Mit einer bundesweiten Aktionswoche machen wir die Missstände sichtbar, erhöhen den Druck auf die Regierung und sagen spekulativen Miethaien den Kampf an. Wir fordern einen wirksamen Mieterschutz, echte Transparenz und eine strenge Kontrolle für profitorientierte Mietkonzerne – und für ein Ende der Spekulation mit Wohnraum. Und das ist unser Plan:
1. Systematische Analyse der Probleme von Mieter*innen
Wir analysieren und systematisieren die konkreten, dreisten Praktiken von Vonovia auf Kosten der Mieter*innen, um das dahinterstehende Geschäftsmodell vollständig offenzulegen.
2. Konfrontation im Parlament
In der Regierungsbefragung werden wir die Bauministerin direkt mit den Vorwürfen konfrontieren und Antworten einfordern.
3. Prüfung der Börsenzulassung
Hohe Renditen dürfen nicht auf dem Rücken der Mieter*innen erwirtschaftet werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Börsenzulassung von Vonovia streng zu prüfen und gegebenenfalls zu entziehen.
4. Beantragung einer Aktuellen Stunde
Als erste Fraktion überhaupt bringen wir die Machenschaften von Vonovia in einer Aktuellen Stunde auf die Tagesordnung des Bundestags – während andere wegschauen, legen wir uns mit dem Wohnungskonzern an.
5. Einladung der Betroffenen
Wir laden betroffene Mieter*innen auf die Tribüne des Bundestags ein, damit sie live miterleben, wie CDU und SPD die Chefetage von Vonovia verteidigen.
Wir stehen Seite an Seite von Mieter*innen. Denn Veränderung entsteht nicht von selbst. Sie entsteht dort, wo viele Stimmen zusammenkommen und so laut werden, dass weder Politik noch Wohnungsunternehmen sie überhören können.
