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Bei den Kitas brennt die Hütte

Pressemitteilung von Heidi Reichinnek,

Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke und Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik, zum Kita-Qualitätsgesetz der Bundesregierung, das im Bundeskabinett beschlossen wurde: 

„Bei den Kitas brennt die Hütte, wie die Zahlen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erneut zeigen. Die Eltern gehen auf dem Zahnfleisch, weil es immer unmöglicher wird, einen wohnortnahen Kitaplatz zu finden, der sich mit den Arbeitszeiten vereinbaren lässt. Das Personal ist psychisch extrem belastet, die Fachkräfte verlassen ihre Jobs, in vielen Regionen fehlen immer noch Zigtausende Kitaplätze. In anderen schließen Einrichtungen, weil ihnen die Kinder fehlen. Hier muss man doch ansetzen und die Betreuungsschlüssel in den Einrichtungen verbessern, statt Einrichtungen zu schließen oder das Fachpersonal zu entlassen. Der Bund muss endlich mit ausreichenden Mitteln in die Qualität der Kitas investieren, statt die Gelder immer weiter zusammenzustreichen. Die neueste Idee von Ministerin Prien, die Mittel aus dem Kita-Qualitätsgesetz bis 2030 um die Hälfte zu kürzen, sie dafür aber an noch mehr Vorgaben und Auflagen zu knüpfen, grenzt an Erpressung. Priens Lösung für ein überlastetes System bedeutet noch mehr Überlastung, aber jetzt mit weniger Geld. Die bisherigen Qualitätsstandards werden dafür in die Tonne gekloppt. Diese kitapolitische Achterbahnfahrt gehört beendet.“