Zu den Berichten über einen neuen Kompromissansatz bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren erklärt Sarah Vollath, Sprecherin für Rentenpolitik:
„Was die Union hier vorschlägt ist kein Kompromiss, sondern ein Angriff auf die Lebensleistung von Millionen Beschäftigten. Wer behauptet, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren beizubehalten, gleichzeitig aber Erziehungs- und Pflegezeiten streichen oder deutlich geringer anrechnen will, der führt die Menschen bewusst in die Irre.
Besonders bitter wären die Folgen für Frauen: Tausende von ihnen können durch diese Pläne ihren Anspruch auf die abschlagsfreie Rente verlieren. Viele erhalten ohnehin eine Rente unter der Armutsgefährdungsgrenze, weil sie beruflich zurückgesteckt haben, um Kinder großzuziehen oder kranke Angehörige zu pflegen. Ihnen jetzt auch noch die Anerkennung dieser Lebensleistung zu entziehen, ist eine bodenlose Frechheit.
Für uns als Linke ist klar: Wer 45 Jahre lang gearbeitet, Beiträge gezahlt, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, verdient Respekt und eine verlässliche Rente. Minister Schweitzer muss sich jetzt mit aller Vehemenz gegen diese Pläne stellen. Lippenbekenntnisse der SPD zum Respekt vor der Lebensleistung reichen nicht, wenn sie bei so einer maßlosen Ungerechtigkeit einknicken.“
