Zur aktuellen Situation rund um den Iran-Krieg und zur Äußerung von Verteidigungsminister Boris Pistorius zu einem möglichen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus erklärt Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag:
„Statt riskante Bundeswehreinsätze vorzubereiten, sollte die Bundesregierung zusammen mit europäischen und internationalen Partnern endlich eine groß angelegte Diplomatie-Offensive starten. Das von der USA gestiftete Chaos an der Straße von Hormus verlangt jetzt keine deutsche Wichtigtuerei mit Militärgerät und schon gar nicht eine Aussicht darauf, sich auch noch an der Seite der USA in ein solches politisches Minenfeld ziehen zu lassen. Die Bundesregierung wäre gut beraten, diplomatischen Druck auf Iran und USA auszuüben, die Kampfhandlungen einzustellen und endlich zu einer Friedenslösung zu gelangen. Stattdessen verliert sie sich in Nebenschauplätzen wie den Spekulationen über einen Bundeswehreinsatz. Denn Fakt ist auch: Sobald Frieden herrscht, würde es eine deutsche Minenräumaktion gar nicht mehr brauchen, denn dann hätten alle beteiligten Kriegsakteure ein eigenständiges Interesse, die Minen zu räumen.“
