"Die Krankenkassen haben viel mehr Geld der Versicherten verspielt als bisher bekannt. Doch anstatt Transparenz zu schaffen, veröffentlicht die Bundesregierung diesen Skandal nur Stück für Stück, wie nicht zuletzt meine schriftlichen Fragen zeigen. Die Zockerei zeigt klar: Kapitalanlagen haben in der Sozialversicherung nichts verloren und risikoreiche Anlagen erst recht nicht. Während die Krankenversicherungen und Versorgungsgesellschaften 1,1 Milliarden Euro in hochriskanten Fonds aufs Spiel setzen, werden die Leistungen für Patient:innen gekürzt. Das ist einfach nur noch beschämend", erklärt Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu riskanten Spekulationen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro von Krankenkassen mit Versichertengeldern. Gürpinar weiter:
"Die Bundesregierung schaut derweil den riskanten Spekulationen einfach zu. Das ist Klientelpolitik für die Finanzlobby, statt Gesundheitspolitik für die Menschen, denn diese Art Spekulationen liegen nicht in deren Interesse. Die Wetten auf Gewinne in Immobiliengeschäften sind im Endeffekt ein wesentlicher Treiber für höhere Mieten. Wenn Friedrich Merz und Gesundheitsminister Carsten Linnemann auch nur ein Fünkchen Anstand haben, verbieten sie die Spekulationen mit unseren Versicherungsbeiträgen."

Krankenkassen: Bundesregierung muss Spekulationen mit Versichertengeldern stoppen
Pressemitteilung
von
Ates Gürpinar,