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Status Rettungsdienst: Das erwarten die Beschäftigten von der Notfallreform

Pressemitteilung von Stella Merendino,

"Die Notfallreform wird zur nächsten katastrophalen Sparreform - das muss verhindert werden. Sie muss auf den Erfahrungen der Beschäftigten aufbauen und darf nicht auf deren Rücken ausgetragen werden. Der Rettungsdienst ist längst zum Auffangsystem für die Versäumnisse des gesamten Gesundheitswesens geworden. Solange Patient:innen anderswo keinen Zugang zu einer bedarfsgerechten Versorgung erhalten, landen sie beim Rettungsdienst", erklärt Stella Merendino, Sprecherin für Krankenhaus- und Notfallversorgung der Fraktion Die Linke, mit Blick auf die öffentliche Anhörung der Notfallreform im Gesundheitsausschuss. Merendino weiter:

"Die ambulante Akutversorgung weist seit Jahren erhebliche Lücken auf und die Kassenärztlichen Vereinigungen haben selbst sehr deutlich gesagt, dass sie diese kurzfristig nicht schließen können. Trotzdem überträgt die Reform ausgerechnet ihnen noch mehr Verantwortung, obwohl sie ihrem Sicherstellungsauftrag vielerorts bereits heute nicht ausreichend nachkommen. Daher wird die Reform die Probleme nicht lösen: Patient:innen werden absehbar entweder weiterhin in überfüllten und chronisch unterfinanzierten Notaufnahmen landen oder sie erhalten gar keine Versorgung mehr, weil sie digital abgewiesen werden oder das wohnortnahe Krankenhaus längst geschlossen wurde. So werden die Versorgungsprobleme nicht gelöst."


In der bisher größten Befragung Deutschlands im Rettungsdienst durch die Linksfraktion hatten Beschäftigte Fragen zu ihren Arbeitsbedingungen, den Problemen in der Notfallversorgung und möglichen Lösungen beantwortet. Ihre Forderungen sind in den Antrag "Bedarfsgerechte und krisenfeste Akut- und Notfallversorgung" (Drucksache 21/5822) der Linksfraktion eingeflossen. 

Zusätzlich wurden die Appelle der Beschäftigten in zwei Publikationen zusammentragen:
Report "Status Rettungsdienst" 
Schwarzbuch "Status 0 - Zwischen Blaulicht und Systemversagen".