„Die in der kommenden GAP-Periode geplanten Kürzungen der EU-Agrarumweltprogramme senden ein fatales Signal. Statt weniger brauchen wir mehr Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft. Mit den vorgesehenen Einschnitten ab 2028 lässt sich nicht einmal der heutige Standard halten. Während für Militarisierung Mittel massiv erhöht werden, wird beim Schutz unserer Lebensgrundlagen die Finanzierung gestrichen", erklärt Ina Latendorf, Parlamentarische Geschäftsführerin und agrarpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Studie vom Bund Ökologische Landwirtschaft (BÖLW) zur Deckelung der Subventionen gemeinsamer Agrarpolitik der EU (GAP). Latendorf weiter:
"Eine vielfältige, umweltschonende Landwirtschaft wäre eine wirksame Antwort auf die Folgen des Klimawandels. Bleibt die Finanzierungslücke bestehen, droht weiteres Höfesterben – in Deutschland geben bereits heute im Schnitt sieben Betriebe täglich auf. In ärmeren EU-Mitgliedstaaten werden die Umwelt- und Ökoförderungen in der Landwirtschaft faktisch zum Erliegen kommen. Die Bundesregierung muss sich in Brüssel klar für ein ausreichendes Budget für Gemeinwohlleistungen und gegen eine verpflichtende Kofinanzierung von Agrarumweltmaßnahmen in den Mitgliedstaaten positionieren.“

Wir brauchen mehr Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft
Pressemitteilung
von
Ina Latendorf,