Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Pressekonferenz des Kanzlers:
"Die Selbstzufriedenheit von Kanzler Merz angesichts der Zustände im Land ist irritierend. Die Preise steigen, die Wohnungs- und Mietennot grassiert, Industriearbeitsplätze gehen massenhaft verloren und die Bundesregierung verpasst den Menschen im Land einen Tiefschlag nach dem anderen. Kein Wunder, dass die Menschen unzufrieden sind, Merz von einer Umfrage-Klatsche zur nächsten stolpert und aktuell 85 Prozent der Deutschen mit seiner Arbeit unzufrieden sind. Die Leute spüren täglich, wie die Regierung sie im Stich lässt und sich der Alltag verteuert. Die Unzufriedenheit ist groß und wird wachsen, denn mit seinen Äußerungen zur Pflege, zum Unterhaltsvorschuss und zum 8-Stunden-Tag hat Merz erneut klargemacht, dass er seine Angriffe auf den Sozialstaat, auf Alleinerziehende, Frauen und die Mehrheit insgesamt gnadenlos fortsetzen will. Erschreckend ist zudem, wie wortkarg und ideenlos sich der Kanzler mit Blick auf Klima- und Wirtschaftsfragen präsentiert hat. Technologieoffenheit und 'lernen mit dem Klimawandel zu leben' sind angesichts der gewaltigen Herausforderungen der Klimakrise und der Zahl der Hitzetoten keine angemessene Antwort und Bürokratieabbau und flexible Arbeitszeiten werden die jetzige Wirtschaftskrise nicht beenden."
