Vielen Dank. – Frau Kollegin, ich habe von Ihrer Rede nicht viel erwartet, weil ich sie vorher nicht kannte, aber ich muss sagen, ich bin doch sehr enttäuscht worden. Ihre Rede war grässlich, sie war herablassend sondergleichen. Sie haben offensichtlich nicht einmal den Antrag gelesen, sonst hätten Sie mitbekommen, dass dort konkrete Forderungen enthalten sind, wie wir gerade zum Thema „globale Gerechtigkeit“ beitragen können. Und diese Forderungen, die wir aufgestellt haben, sind nicht nur Forderungen, die wir als Linke stellen, das sind Forderungen, die Papst Leo stellt, das sind Forderungen, die die OECD und andere stellen.
Wir haben eine globale Ungleichverteilung des Reichtums, die immer stärker wird. Wir sehen sehr klar, dass das nicht nur eine Gerechtigkeitsfrage ist, sondern auch ganz grundlegend eine Demokratiefrage. In einer immer ungerechter werdenden Gesellschaft erodiert die Demokratie. Auch das sehen wir zum Teil in Deutschland. Deswegen setzen wir als Linke darauf, dass soziale Gerechtigkeit ein starker Pfeiler für eine starke Demokratie in der Bundesrepublik ist. Es ist einfach eine dreiste und unerträgliche Unterstellung, wenn Sie das hier in Abrede stellen oder es gar parallelisieren mit den Feinden der Demokratie von rechts. Das verbitte ich mir in aller Entschiedenheit!
Demokratie und soziale Gerechtigkeit sind das, was wir in diesen Zeiten verteidigen müssen. Sie sind ein Grundpfeiler des Antifaschismus und des Kampfes gegen rechts in der Bundesrepublik.
(Beifall bei der Linken)

