Zur Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zur Frührente erklärt Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin:
"Wirklich niemand sollte davon überrascht sein, dass immer mehr Menschen frühzeitig in Rente gehen. Die Menschen können einfach nicht unendlich lange weiterarbeiten. Schon die aktuelle Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre stellt eine enorme Belastung für viele Beschäftigte dar. Durch die angekündigte Rentenreform der Bundesregierung, mit der die Regelaltersgrenze sogar noch weiter steigen soll, kann sich die Lage für viele Beschäftigte bald noch weiter verschärfen. Dabei nehmen sie jetzt schon häufig hohe Abschläge in Kauf, um früher in den Ruhestand wechseln zu können. Im Schnitt verzichten Rentner:innen monatlich auf 162 Euro, um vorzeitig in Rente zu gehen. Und das häufig, weil sie schlicht nicht bis zur Regelaltersgrenze durchhalten. Die geplante Abschaffung der sogenannten 'Rente mit 63' würde sogar noch mehr Menschen dazu zwingen, Abschläge in Kauf zu nehmen. Das ist nichts anderes als eine Rentenkürzung auf dem Rücken derjenigen, die 45 Jahre lang gearbeitet und eingezahlt haben. Diese Vorschläge gehen völlig an der Realität der großen Mehrheit der Menschen in diesem Land vorbei."
