Zu den Werksschließungen bei Schaeffler erklärt Agnes Conrad, Sprecherin für Automobilindustrie und Handwerk:
„Der eigentliche Skandal ist: Die letzte Abbaurunde bei Schaeffler ist noch nicht einmal beendet, da kündigt der Konzern schon die nächste an. Das ist kein zielführender Strukturwandel, sondern ein kopfloser Kurs, der die Existenz Tausender Beschäftigter und ganzer Industrieregionen gefährdet. Die Arbeitgeberseite zeigt damit einmal mehr Respektlosigkeit gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die das Unternehmen am Laufen halten und die Transformation mit ihrer täglichen Arbeit erst ermöglichen. Wirtschaftsministerin Reiche lässt den Industriestandort Deutschland ausbluten, anstatt gegenzusteuern. Die Linke fordert einen Rettungsschirm von jährlich 20 Milliarden Euro für die Autozulieferindustrie. Öffentliche Förderung muss an Tarifbindung, den Erhalt von Arbeitsplätzen und Standorten sowie Investitionen in klimafreundliche Zukunftsprodukte gebunden sein. Schaeffler muss gemeinsam mit Betriebsräten und IG Metall konkret darlegen, wie Kündigungen vermieden und die Beschäftigten für neue Aufgaben qualifiziert werden sollen.“
