Zitat von Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Arbeitspapier der Bund-Länder-Gruppe zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe:
"Ohne mit Verbänden und Betroffenen zu sprechen, will eine Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen hier im stillen Kämmerlein die Axt an die Jugend- und Eingliederungshilfe sowie an die Leistungen für Familien anlegen. Die Regierung geht hier mit beispielloser Brutalität vor. Diese Liste ist eine Schande, die Regierung sollte sich in Grund und Boden schämen! Anstatt sich für Kinder, Jugendliche und Familien einzusetzen, bildet sie die Speerspitze einer grausamen Kürzungspolitik. Qualität in den KiTas, Inklusion, Jugendhilfe - überall wird der Rotstift angesetzt. Besonders perfide: immer wieder werden in den Sonntagsreden die Alleinerziehenden als Gruppe benannt, die man unterstützen wolle - nur um hier den Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende massiv einzukürzen. Familien bekommen in diesem Land sowieso schon zu wenig Unterstützung, die Beschäftigten in den Einrichtungen sind überlastet, das System steht kurz vor dem Kollaps. Die Antwort der Regierung: nochmal richtig draufhauen. Das ist einfach schäbig. Nach den Vorschlägen zur Reform der Krankenkassen und der Rente ist das der nächste brutale Kahlschlag, der die Mehrheit der Gesellschaft hart treffen wird."
