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KI-Strategie der Bundesregierung: Hauptsache viel – koste es, was es wolle

Pressemitteilung von Sonja Lemke,

Zum Digital-Gipfel der Bundesregierung erklärt Sonja Lemke, Sprecherin für Forschung und Technologie:

„Jedes Reden von menschlichen Werten im Zusammenhang mit KI-Systemen ist unglaubwürdig und scheinheilig, solange sich diese Werte nicht im politischen Handeln widerspiegeln. Die Bundesregierung rennt dem KI-Hype blind hinterher. Doch KI-Systeme verursachen nicht erst Schäden, wenn damit Cyberangriffe gesteuert werden. Der Schaden entsteht schon bei der Entwicklung. Erstens verbrauchen Rechenzentren für das Training der KI enorme Mengen an Wasser und Energie, und beschleunigen damit die Klimakatastrophe, die Unwetter, Dürre, Hitzetote und vieles mehr mit sich bringt. Es gilt die Maxime: Hauptsache viel - koste es, was es wolle. Zudem erfolgt das sogenannte Daten-Labeling im globalen Süden durch Menschen mit prekären Arbeitsbedingungen, die ihrer physischen und psychischen Gesundheit extrem schaden. Wer den Faktor Mensch nicht klar adressiert, betreibt eine Politik gegen die Menschen. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre KI-Strategie so auszurichten, dass sie mit ihrer Politik vulnerable Gruppen vor Gefahren und Schäden durch KI-Systeme schützt, und nicht nur die Reichen noch reicher macht.“