Zur Anordnung der vollständigen Abriegelung des Westjordanlandes durch die israelische Regierung erklärt Lea Reisner, Sprecherin für Internationale Beziehungen:
„Die Abriegelung des Westjordanlandes ist ein weiterer Bruch des Völkerrechts durch Netanjahu. Der Anschlag bei Hebron rechtfertigt keine Kollektivstrafe gegen Millionen Menschen. Die israelischen Angriffe gegen Palästinenser:innen, gegen Journalist:innen und sogar gegen Diplomat:innen haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Seit Oktober 2023 sind mehr als 1.000 Palästinenser:innen im Westjordanland getötet worden, der Siedlungsbau schreitet voran, die Lebensgrundlage der Bevölkerung wird zerstört. Berlin muss endlich einsehen, dass leere Worte der ‚Besorgnis‘ nicht reichen. Die Bundesregierung muss handeln: Rüstungsexporte stoppen, das Assoziierungsabkommen aussetzen und Palästina als Staat anerkennen. Solange sie das nicht tut, macht sie sich weiter mitschuldig.“
