Zu den Huthi-Angriffen auf Saudi-Arabien und der militärischen Zusammenarbeit im Rahmen des Mekka-Abkommens erklärt Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Fraktion:
"Mit dem Mekka-Abkommen haben Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan eine gegenseitige Beistandszusage vereinbart, welche angesichts der Angriffe durch die Huthi auf Saudi-Arabien nun praktisch relevant zu werden droht. Da Iran die Huthi unterstützt, trägt auch er Verantwortung für die weitere Zuspitzung des Konflikts. Dass mit der Türkei ein NATO-Mitglied und mit Pakistan eine Nuklearmacht militärisch eingebunden sind, macht die Gefahr einer weiteren Ausweitung des Krieges besonders brisant. Daher erwarte ich von der Bundesregierung eine kritische Bewertung der damit verbundenen Risiken für Deutschland und die Region, statt sich - wie in meiner Schriftlichen Frage geschehen - ausschließlich positiv auf dieses Abkommen zu beziehen. Immerhin drohen dessen Beistandszusagen, einen regionalen Krieg weiter auszuweiten.
Die Bundesregierung sollte gegenüber allen Beteiligten auf ein Ende der Angriffe und eine Waffenruhe drängen - ausdrücklich auch gegenüber ihren Partnern. Deutschland darf die Eskalation weder durch Waffenlieferungen noch durch militärische Unterstützung weiter anheizen. Was es jetzt braucht, ist eine diplomatische Initiative für Verhandlungen mit allen Konfliktparteien."
