"Die Bundesregierung darf Kinder nicht weiter im Stich lassen, ganz gleich, ob in Deutschland oder jenseits der deutschen Grenzen. Wir als Linke sind überzeugt, dass Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und als einer der historisch größten Klimaverschmutzer eine besondere Verantwortung trägt", erklärt Charlotte Neuhäuser, Sprecherin für Globale Gerechtigkeit der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Neuhäuser weiter:
"Die Klimakrise ist Realität. Über eine Milliarde Kinder rund um den Globus sind direkt betroffen: von Dürren und massiven Hitzewellen, vor allem in Ländern des Globalen Südens. Die Bundesregierung aber lässt das völlig kalt: Sie verschleppt den Abschied von Gas, Öl und Verbrennungsmotor. Sie treibt die klimaschädliche Aufrüstung voran wie nie zuvor. Sie kürzt das Geld für Frauen, Kinder und Jugendliche in Afrika, Asien und Lateinamerika in historischem Ausmaß. Wir fordern die Rücknahme der Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und jährliche Gelder in Höhe von mindestens 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung. Die internationale Klimafinanzierung für Energiewende und Anpassung an die Klimawandelfolgen im Globalen Süden muss endlich wie zugesagt fließen. Für Familien, deren Lebensgrundlagen durch die Klimakrise zerstört wurden, braucht es Klima-Visa."
