Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur anstehenden Pflegereform:
„Nach Warken ist Linnemann offenbar der nächste Ausputzer, dem im Gesundheits- und Pflegesystem nichts heilig ist für die Schonung der Reichen. Fakt ist: die finanzielle Lage der Pflegeversicherung ist desaströs. Aber eine Medizin im Sinne Linnemanns wäre der Todesstoß für die sowieso unterfinanzierte Pflegeversicherung. Denn mit Leistungseinschränkungen und dem Wegdefinieren von Bedarfen auf dem Papier haben wir ja plötzlich nicht real weniger Pflegebedürftige. Das elementare ‚Lebensrisiko Pflegebedarf‘ darf nicht wieder privatisiert werden. Sinnvolle Strukturvorschläge liegen lange auf dem Tisch: von Bürgerversicherung bis Vollversicherung. Selbstverständlich wäre eine gute Versorgung für alle finanzierbar, wenn endlich Reiche, Großvermieter und Unternehmer gerecht beteiligt werden. Die Merz-Union ist so auf dem besten Weg, der AfD ein weiteres Erstarken zu ermöglichen. Und auch die SPD macht sich zum Sargträger der Demokratie, wenn sie bei jeder Krise bereit ist, die Schwächsten zuerst bluten zu lassen."
