„Friedrich Merz stellt im Sommerinterview einmal mehr seine Selbstzufriedenheit zur Schau und macht klar, dass er angesichts desaströser Umfragewerte weder zu Selbstkritik noch zu einem Richtungswechsel bereit ist. Das ist alarmierend angesichts der Probleme, mit denen wir konfrontiert sind: steigende Preise, Wohnungsnot oder der massenhafte Verlust von Industriearbeitsplätzen. 85 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit von Friedrich Merz unzufrieden. Angesichts dessen zu behaupten, dass er ‚sehr viel Zustimmung in der Bevölkerung‘ für seine Aussagen erhält, ist schlicht frech und selbstgerecht“, kommentiert Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag. Pellmann weiter:
„Um angeblich zu belegen, dass die Menschen im Land zu wenig arbeiten, zieht er krude Beispiele heran. Doch das Gegenteil ist der Fall: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 1,2 Milliarden Überstunden geleistet – mehr als die Hälfte davon unbezahlt. Merz verlangt Leistung, doch seine eigene besteht vor allem darin, Arbeitsplätze zu vernichten und einen Angriff nach dem anderen auf den Sozialstaat und die Bürger:innen im Land zu fahren.
Seine Aussage zu den ‚Paschas’ und zum Stadtbild waren so dermaßen verletzend und kontraproduktiv, dass es mich wirklich sprachlos macht, mit welcher Selbstsicherheit Merz darauf zurückkommt. Das zeigt einmal mehr, wie sehr er den Kontakt zu den Menschen in diesem Land verloren hat.“
