Jörg Cezanne, energiepolitischer Sprecher für die Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Fertigstellung des ersten Tennet SuedLink-Bauabschnitts:
"Im Rahmen des Ausbaus des Stromnetzes läuft derzeit erneut die Kostendiskussion um die Realisierung von SuedLink-Abschnitten als Freileitung oder Erdkabel. Das lenkt allerdings von der eigentlichen Profitmacherei rund um unsere Stromnetze ab. Es könnten massiv Kosten und dadurch Netzentgelte für alle Verbraucher:innen eingespart werden, wenn anstelle einer Ausbaufinanzierung durch privates Kapital der Netzausbau durch öffentliche Eigenkapitalausstattung, bis hin zur Verstaatlichung finanziert würde. Niemandem ist zu erklären, warum etwa Investmentfonds mit unseren Stromnetzen gesicherte Renditen von bis zu zehn Prozent kassieren, wenn der Staat die Kredite selbst viel günstiger aufnehmen könnte. Bei der Anhörung im Bundestag vergangene Woche zum Bundesbedarfsplangesetz wurde darauf verwiesen, dass bei einer Finanzierung des bestätigten Ausbaubedarfs mit privatem Eigenkapital eine Mehrbelastung der Stromkunden von insgesamt 110 Milliarden Euro bis 2037 und 200 Milliarden Euro bis 2045 zu Buche schlagen würde."
