Gregor Gysi, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, über den Wahlkampf zwischen Obama und Romney, die globale Sicherheitslage 50 Jahre nach der Kubakrise, seine bevorstehende Reise in die USA und zwei Dinge, die sich Deutschland von Amerika abschauen könnte

Denkanstöße sollte die Konferenz zum sozial-ökologischen Wandel, zu der die Bundestagsfraktion DIE LINKE am 26. und 27. Oktober geladen hatte, geben. Die Linksfraktion, Initiatorin des Projekts „Plan B – das rote Projekt für einen sozial-ökologischen Umbau“, versteht ihre Initiative als Einladung zur Debatte.
NSU-Ausschuss zwischen dem 18. und 26. Oktober
Zum Auftakt der zweitägigen Konferenz "Menschen mit Behinderungen im Deutschen Bundestag" richtete Gregor Gysi das Wort an die 299 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren. Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE erklärte, die Konferenz dürfe keine "Show-Veranstaltung" sein, es gehe um einen "ernsthaften Dialog".
Der Bundestag wird sich in der laufenden Sitzungswoche mit folgenden parlamentarischen Initiativen der Fraktion DIE LINKE beschäftigen:
Die Koalitionsfraktionen wollen die Verdienstgrenze für Minijobs auf 450 Euro anheben, aber die Stundenverdienste der Minijobberinnen und Minijobber sollen nicht erhöht werden. Am Gesetzentwurf der Bundesregierung gab es in einer Anhörung vielseitige und scharfe Kritik. Das Problem Niedriglohn gerade bei Minijobs werde noch verschärft. Die Fraktion DIE LINKE will Minijobs mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit gleichstellen.
Blockupy-Bündnis debattiert im Schatten der Bankentürme
Unter diesem Motto fand am Abend des 19. Oktober im DGB-Haus in Frankfurt am Main eine Fraktion vor Ort-Veranstaltung statt. Gut 80 Personen waren gekommen, um den Schilderungen der Gäste aus Griechenland, Spanien und Frankreich über die Situation in ihren Ländern zuzuhören und über Auswege aus der Krise zu diskutieren, die ganz Europa betrifft. Begrüßt wurden sie von Ulrich Wilken (MdL Hessen), der die Veranstaltung als Auftakt zu dem vom Blockupy-Bündnis initiierten Aktionswochenende vom 19. bis 21. Oktober bezeichnete.
»Das ist die Grenze dessen, was man hinnehmen muss«, empörte sich der Chef des NSU-Bundestags-Untersuchungsausschusses, Sebastian Edathy, und unterbrach gestern die Zeugenvernehmung von Klaus-Dieter Fritsche. Der ist Staatssekretär im Innenministerium und eine Schlüsselfigur beim staatlichen Versagen wider rechtsextremen Terror.
Sevim Dagdelen gewann zur Unterstützung des vor einem Istanbuler Gericht wegen angeblich religiöse Gefühle verletztender Äußerungen angeklagten türkischen Pianisten Fazil Say über einhundert Abgeordnete aus verschiedenen Bundestagsfraktionen. Gemeinsam unterzeichneten sie den Brief Dagdelens an den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, in dem sie auf den Schutz der Meinungsfreiheit durch die türkische Verfassung hinwies und appellierte, die Anklagepunkte zu entkräften. Dagdelen, Sprecherin für internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE, reiste zur Prozessbeobachtung nach Istanbul.